Alles, was du für den Einstieg in die Aquarellmalerei wissen musst

Hier findest du wichtige Tipps und hilfreiche Informationen, die dir den Start in die Aquarellmalerei erleichtern. Außerdem habe ich dir einige Materialempfehlungen zusammengestellt, damit du direkt die passenden Utensilien findest und gleich loslegen kannst.

Vorweg:

Dein perfekter Einstieg in die Aquarellmalerei
Du möchtest mit Aquarellmalerei beginnen, ohne dir den Kopf darüber zu zerbrechen, welche Materialien du brauchst? Ohne mühsam alles zusammen zu suchen?

Mit meinem liebevoll zusammengestellten Starter-Set hast du alles, was du für einen gelungenen Start benötigst – von hochwertigen Aquarellpapieren (300g/m²) über Van Gogh Aquarellfarben bis hin zu den passenden Pinseln. Außerdem meine Broschüre mit allem, was du für den unkomplizierten Beginn deiner ersten Aquarellmalerei wissen solltest - mit Worten und Bildern führe  ich dich zu deinem ersten Aquarellbild: ein Rotkehlchen.

Mehr Infos dazu findest du am Ende dieser Seite :) 

 

Aquarellmalerei Basics

Wenn du mit dem Aquarellmalen anfangen möchtest und dir noch etwas unsicher bist, ob dir diese Art des Malens liegt, ist es dir sicher wichtig, anfangs noch nicht so viel Geld in die Hand zu nehmen. Doch auch mit einem kleinen Buget lässt sich schon gut arbeiten. Hier meine Empfehlungen:

Die Aquarellfarbe

Aquarellfarbe in Näpfen

 

 

Es gibt sehr viele Anbieter für Aquarellfarben. Bitte verwende keine Wasserfarbe, diese sind deutlich weniger hochwertig und pigmentiert als Aquarellfarben. Dies zeigt sich auch in der Leuchtkraft aber ebenso in ganz bestimmten Eigenschaften, die man für die Aquarellmalerei benötigt. Es lohnt sich also, direkt in Aquarellfarben zu investieren.

Für den Anfang braucht es dazu keine große Farbpalette. Mit den Grundfarben Blau, Gelb und Rot bist du z.B. schon sehr gut aufgestellt, denn daraus lassen sich sehr viele weitere Farben mischen. Die Grundfarben kannst du in verschiedenen Farbtönen erhalten und damit deine Palette schon ziemlich umfangreich ausgestalten. Was zusätzlich nicht fehlen darf ist Schwarz.

Beispiele für Mischpaletten für Aquarellfarben

 

 

Du kannst auch einen kleinen Aquarellkasten kaufen. Idealerweise einen, der bereits eine Mischpalette - meist in Form des Deckeln - beinhaltet. Ansonsten gibt es auch Mischpaletten extra zu kaufen. Wie der Name schon sagt, dienen diese Paletten dazu, dir deine Farben zusammen zu mischen, um neue Farben entstehen zu lassen. 

Aquarellfarben gibt es in Tuben oder Näpfen. Im Grunde spielt es keine Rolle, was du wählst, denn in den Näpfen befindet sich quasi einfach bereits abgefüllte, getrocknete Aquarellfarbe. So kann man sich z.B. auch mit Tubenfarbe seinen ganz eigenen Näpfchen-Kasten zusammenstellen! 

Tubenfarbe kannst du allerdings auch direkt als kleine Kleckse auf deine Mischpalette geben, das schont tatsächlich die Pinsel. Vor allem für große Flächen eignen sich Tuben sehr gut.

Beispiel eines Aquarellfarbkasten mit Mischpalette im Deckel, halbe Näpfchen

 

 

Für die Verwendung von Näpfen spricht aber auch viel. So ein Farbkasten voller Näpfchen ist sehr schön anzusehen und durchaus inspirierend. Der Kasten lässt sich gut und sicher transportieren und ist in der Handhabung sehr einfach. Es gibt übrigens halbe und ganze Näpfchen - das beschreibt ganz einfach die Menge der dort enthaltenen Farbe. Am Anfang fürs gelegentliche Malen, reichen dir sicherlich erst mal halbe Näpfchen.

Du entscheidest :)

Ein guter Einstieg als Farbkasten wäre z.B. die Cotman Sketcher‘s Pocket Box mit 12 Näpfchen von WINSOR & NEWTON oder auch die Van Gogh Pocket Box

Ich selber arbeite am liebsten mit den Schmincke Horadam im 24er Kasten und Mijello Gold Class Mission

 Die Farben und das Wasser

 

 

Wieviel Wasser du zum Malen mit Aquarellfarbe benötigst, hängt natürlich davon ab, was du malen möchtest. Je mehr Wasser, desto „heller“ wird deine Malerei. Bedenke, dass nach dem Trocknen die Farbe noch heller erscheinen wird, wenn das Wasser verdunstet ist. 

Beispiel einer Farbkarten

 

 

Am besten legst du dir von deinen Farben eine sogenannte Farbkarte an. Nimm ein Blatt Aquarellpapier und gib je Farbe einen Klecks davon auf dieses Papier. Befeuchte deinen Pinsel und verteile die Farbe in einem Verlauf. So entsteht nach dem Trocknen für dich ein guter Überblick, wie deine Farben mit viel Farbanteil und auch mit hohem Wasseranteil aussehen.

 Tipp: Schreib die Farbbezeichnung/Nummer dazu, so hast du es beim Nachbestellen einfacher!

Nimm ein Übungspapier und probiere einfach mal rum. Viel Wasser, wenig Wasser… oder mach das Papier nass und tropfe dann Farben rein und beobachte. Dieses Experimentieren macht viel Freude und lehrt einen mehr, als alles, was man irgendwo nachlesen kann! Trau dich, deine ganz eigenen Erfahrungen zu machen. 

Die Pinsel

Ein Glas voller Pinsel

 

 

Ein guter Aquarellpinsel ist unerlässlich und erspart viel Frust vor allem bei den ersten Malversuchen. Daher lohnt es sich, sich damit ein wenig auseinander zu setzen.

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen den sogenannten Rund- und Flachpinseln. Ich male am meisten mit den Rundpinseln, Flachpinsel eignen sich aber z.B. gut für das Malen großer Flächen als Hintergrund etc. 

Wichtig bei Pinseln ist, dass sie keine Haare verlieren und das Wasser/die Farbe gut aufgenommen wird. Ganz wichtig ist bei den Rundpinseln, ob die Spitze sehr schmal ist oder eher stumpf. Das entscheidet darüber, wie feine Linien gezogen werden können. Hat ein großer Rundpinseln z.B. eine sehr feine Spitze, kann ich mit ihm großflächig malen, aber gleichzeitig auch sehr fein. 

Die Pinselstärke ist in Zahlen angeben (beginnend bei 0) - welche Stärke du benötigst, richtet sich an der Größe deiner Malerei und/oder nach der Detailgenauigkeit mit der du arbeiten möchtest. 

Kunsthaar- und Echthaarpinsel

Echthaarpinsel gelten allgemein als hochwertiger, dennoch lassen sich inzwischen Kunsthaarpinsel finden, die schon sehr nah an die Eigenschaften eines Echthaarpinsels kommen. 

Empfehlenswert zum Eistieg ist meiner Meinung nach z.B. das Pinselset aus der DA VINCI Nova Serie oder auch die Cotman Serie 111 WINSOR & NEWTON


Das Papier

Hintergründe sind oft sehr wässrig gestaltet

 

 

Nicht weniger wichtig als Pinsel und Farben ist natürlich das Papier auf dem du malen möchtest. Im Grunde gibt es drei Dinge, auf die die beim Kauf achten solltest:

1. Oberfläche

Die unterschiedlichen Oberflächen beim Aquarellpapier ermöglichen dir unterschiedliche Maltechniken anzuwenden. 

Rau (rogh) bezeichnet besonders strukturiertes Papier, eignet sich vor allem für Fortgeschrittene. Die Struktur ist  beim Malen sehr gut sichtbar und sorgt für einen typischen Aquarellcharakter beim fertigen Werk. Sehr gut geeignet für Nass-in-Nass Techniken.

Matt (cold pressend) hat eine etwas weniger raue Oberfläche und ist bereits für Anfänger gut geeignet, das sich die Farbverläufe sehr gut kontrollieren lassen. Du kannst hier sehr gut mit recht trockenen Farben arbeiten, aber ebenso auch nass. 

Satiniertes (hot pressed) Papier hat eine eher glatte Struktur und ist nicht nur ideal für den Einstieg, sondern ermöglicht Kombinationen mit anderen Maltechniken wie z.B. Fineliner oder Brushpens etc. Die Farben kommen hier besonders leuchtend und gleichmässig zur Geltung. Zu nass sollte es aber nicht werden.

2. Grammatur

Die Grammatur beschreibt sozusagen die Stärke des Papiers. Bei Aquarellpapier liegt diese meist von 200g/qm bis zu 350g/qm. Je dicker das Papier, desto weniger wellt es sich beim doch manchmal sehr wässrigen Malen mit Aquarellfarben. 

3. Leimung

Ebenso wichtig wie die Grammatur ist die Leimung des Papiers. Ich empfehle immer mindestens an zwei Seiten geleimtes Aquarellpapier vom Block, idealerweise lieber rundumverleimt. Papier, dass an allen vier Seiten am Block verleimt ist, lässt sich mit einem dünnen Messer nach der Trocknung des Bildes vom Block lösen. Es sorgt dafür, dass sich das Papier nicht wellt.

Alternativ kann man ein Aquarellpapier auch z.B. mit Malerkrepp an die Malunterlage festkleben. Klebeband kann allerdings das Papier beschädigen, wenn es zu stark klebt und andererseits sich im Malprozess vom Untergrund lösen, wenn es zu schwach klebt. Es ist nicht so einfach, da eine gute Lösung zu finden. Deswegen rate ich vor allem Anfängern zu rundumverleimten Blöcken.

Nicht so teuer und dennoch gut geeignet für den Anfang ist z.B. das Montval Aquarellpapier von Cason oder Aquapad Cold pressed von Clairefontaine .

Ich selber arbeite am liebsten auf den Hahnemühle Aquarellblöcken, da ich vor allem die raue Struktur bei ihnen liebe. Diese gehören allerdings zu den höheren Preiskategorien. Bei den satinierten Blöcken bediene ich mich auch gerne bei guardi artistico Torchon.


 

Dein Starter Set von mir zusammengestellt:

Dieses Set mit 7 Komponenten ist ideal für Anfänger: Die Materialien sind einfach in der Handhabung und liefern tolle Ergebnisse, die dir schnell Spaß machen und dich motivieren werden. Du brauchst nur ein Glas Wasser – und los geht's!

Damit du gleich mit einem kleinen Erfolgserlebnis starten kannst, lege ich dir eine von mir verfasste Broschüre zum Aquarellmalen inklusive Anleitung für eine Rotkehlchenmalerei bei. So kannst du Schritt für Schritt in die Welt der Aquarellfarben eintauchen und deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Mach es dir einfach: Mit meinem Starter-Set für 54 Euro sparst du dir das Suchen und Grübeln. Alles ist für dich bereit – jetzt musst du nur noch den Pinsel schwingen!

Bestellen kannst du direkt bei mir zur Abholung in Bietigheim-Bissingen oder für den Versand (+ 5 Euro). Sende mir dazu einfach  eine kurze  E-Mail

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